Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Bildungkongress 2018 in Köln: Print und digital – Unterricht heute und morgen gestalten

Der Bildungskongress in Köln

Gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Bildung NRW und der Medienberatung NRW organisierte der Verband Bildungsmedien e.V. am 10.03.2018 einen Bildungskongress für LehrerInnen aller Schulstufen. 46 Veranstaltungen, viele davon im Bereich der Grundschule, waren angekündigt worden. Begleitet wurde das Ganze von einer Fachausstellung. Wie der Titel ausdrückte, sollten Print- und digitale Medien bei der Unterrichtsgestaltung in allen Schulformen betrachtet werden. Darausfolgend spannte das Programm einen sehr großen Bogen, wobei der Schwerpunkt doch eindeutig bei den digitalen Medien lag. Von der Frage, was der Einsatz der neuen Medien in verschiedenen Fächern bewirkt, über die Vorstellung ganz konkreter digitaler Anwendungen bis hin zu Fragen der Schulorganisation oder der Individualisierung mithilfe digitaler Medien, wurde alles beleuchtet.

Meine spezielle Intension war es, mir einmal unsere Schulministerin live anzusehen und zu hören, mit welchen Ideen sie sich aktuell zum Thema „Digitalität und neue Medien“ präsentiert. Darüberhinaus wollte ich mich aber auch zu aktuellen Entwicklungen beim Rechtschreibenlernen informieren.
Ich habe mir bewusst keine Veranstaltungen zum Gebrauch von Tablets, Digitalen Unterrichtsassistenten und Co. angehört, da es für mich in erster Linie darum ging, mir durch den Eingangsvortrag und die Podiumsdiskussion einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge in NRW zu verschaffen.

Große Vorhaben im Bereich der Schule

Frau Gebauer sprach von einer fest installierten Digitalität in allen Systemen und versprach rund 750.00€, die bereits im System seien. Sie kündigte eine große Digitalisierungsoffensive an.

In diesem Rahmen werden ab Mai vorrangig Aus- und Fortbildungen im Bereich der digitalen Medien im Regierungsbezirk Düsseldorf angeboten. Zukünftig liegt der Schwerpunkte auf den MINT Fächern und dem Ausbau der Lehrpläne im Bereich Informatik.

Zwei Veranstaltungen zu Deutsch in der Grundschule

Im Vorfeld suchte ich mir zwei Veranstaltungen aus, die mich innerhalb meiner Schwerpunkte als Referentin im Klett Verlag (Bereich Deutsch) interessieren und weiterbringen. Die erste Veranstaltung hatte das Thema: „Individualisiert und doch gemeinsam das Lesen und Schreiben Lernen“. Frau Hilgenkamp (Zebra Autorin und Schulleiterin) referierte wie gewohnt in enthusiastischer und fachdidaktisch fundierter Art und Weise. Sie stellte die Individualität des einzelnen Kindes im Gesamtzusammenhang des Klassenverbands in den Vordergrund, erklärte die Prinzipien der Alphabetisierung, der Orthografie und der Silbenmethode, wies immer wieder auf eine höchst unterschiedliche Sprachbildung der einzelnen Kinder zum Schuleintritt hin und untermauerte all dies mit vielen Beispielen aus ihrem Schulalltag und wertvollen Tipps aus der Praxis.

Den zweiten Vortrag wählte ich erneut aus dem Deutschbereich und hörte mir den Vortrag „Immer schlechtere Rechtschreibleistungen bei GS-Kindern“ – Mythos oder Realität? von Herr Dr. Urbanek an, der in gekonnter und höchst fachwissenschaftlich untermauerter Weise seinen Blick auf die Veränderungen beim Rechtschreiberwerb aufzeigte. Erfreulicherweise referierte er losgelöst von einem bestimmten Lehrwerk und verdeutlichte den TeilehmerInnen, wie sich die Fehlerkultur in den letzten Jahrzenten veränderte. Er band uns immer wieder mit kleinen Aufgaben in seinen Vortrag ein, wir mussten unbekannte (nicht existierende Wörter) abhören, sie auf unsere gelernten Rechtschreibkompetenzen hin überprüfen und uns dadurch immer wieder in die Rolle der Kinder hineinversetzen.

Mein Fazit

Nach beiden Veranstaltungen schlenderte ich in Ruhe über die Ausstellungsfläche mit über zwanzig Ständen der Bildungmedienverlage. Ich blicke auf einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Tag zurück. Meine Erwartungen wurden erfüllt und ich kann nur sagen: Es sollten mehr Kongresse dieser Art stattfinden.

Schnell kam man mit KollegInnen in den einzelnen Veranstaltungen ins Gespräch, tauschte sich aus und konnte in den Pausenzeiten die kostenfreie Verpflegung genießen. Mit vielen neuen Eindrücken fuhr ich glücklich und zufrieden zurück zu meiner Familie, die mich schon sehnlichst erwartete.

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Über die Autorin

Anna Fröhlich

Berufliche Tätigkeit: Ich bin stellvertretende Schulleiterin an einer dreizügigen Schule in Solingen. Ursprünglich komme ich aus der Jahrgangsmischung, die alle vier Schuljahre in ihren Lerngruppen vereint hat. Dies bringt viel Spannung und Spaß in den Tag. Das gegenseitige Vertrauen, die Akzeptanz der Altersunterschiede und das respektvolle Miteinander lassen mich immer wieder staunen. Die Herausforderung allen Kindern gerecht zu werden, versuche ich auch an meiner neuen Schule mit Tages-, Wochen– und Monatsplänen zu verwirklichen und passgerechte Aufgaben zu finden. Als Referentin für ZEBRA habe ich viele praktische Beispiele und Anregungen aus der Praxis im Gepäck. Zudem bin ich Moderatorin im Kompetenzteam der Bergischen Region und freue mich immer wieder mich mit begeisterten Kollegien auf neue Wege zu begeben. Was mir Spaß macht: In meiner Freizeit findet man mich draußen joggend im Wald oder auf dem Feld. Einen Marathon und zwei Halbmarathonläufe sind schon auf meinem Konto verbucht und ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Im April ist es wieder soweit! Ich traue mich erneut an die Distanz von 42,195km heran. Meine beiden Kinder inspirieren mich immer wieder aufs Neue und mit ihrer Sprache und ersten phantasievollen Ideen mit Franz bereichern sie unser Leben.

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