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Sprachsensibel unterrichten mit den Niko-Postern: Poster 2 „Gesund und munter“

Von | 2017-10-10T15:46:26+00:00 12. Oktober 2017|Deutsch, Lehrwerke, Niko|0 Kommentare

Liebe Nikofans,

in meiner Klasse geht es nach den Herbstferien weiter mit dem Kapitel 2 im Sprachbuch. Den grammatikalischen Schwerpunkt des Kapitels bildet die Einführung der Wortart Verb, inhaltlich geht es um eine gesunde Lebensweise durch Sport und gesunde Ernährung.


Als Einstieg erinnern wir uns an unser Sport- und Spielfest mit den Bundesjugendspielen vor den Sommerferien. „Was hast du beim Sport- und Spielfest alles getan?“, will ich von den Kindern wissen. Zuerst gebe ich den Schülern und Schülerinnen die Gelegenheit, sich mit ihrem Sitznachbarn in Flüsterlautstärke über den Impuls auszutauschen.

Nach einem akustischen Signal werden alle Kinder wieder still. Die Kinder melden sich und erzählen abwechselnd vom Sportfest. Dabei filtere ich ihre Antworten nach den enthaltenen Verben und notiere sie ungeordnet mit Kreide an der Tafel: springen, werfen, laufen, rennen, essen, trinken, verletzen, freuen, anfeuern, (Fußball) spielen … Dann treffen wir uns im Theaterkreis vor der magnetischen Seitentafel, an der ich das Niko Poster 2 „Gesund und munter“ befestige.


Meine Arbeit mit dem Poster

Vorbereitung

Da es im Niko Sprachbuch 2 zunächst um das Thema Bewegung bei der Einführung der Verben geht (vgl. SB S. 22, 23, 24, 25) lege auch ich bei der Betrachtung des Posters den Schwerpunkt darauf. Den Aspekt der gesunden Ernährung auf dem Poster bespreche ich mit den Kindern intensiver, wenn dies auch im Sprachbuch thematisiert wird (vgl. SB S. 28, 29, 30, 31).

Für die Arbeit mit dem Poster habe ich alle Sätze zu der Frage „Was tun die Kinder?“ mithilfe der Kopiervorlagen KV 2.1a und KV 2.1b vorbereitet. Die Satzstreifen habe ich auf DIN A3 kopiert, laminiert und mit zwei kleinen Magnetstreifen versehen. Sie liegen auf einem Tisch in der Nähe des Posters bereit. Rechts neben dem Poster befestige ich die Karte mit der Frage „Was tun die Kinder?“ (KV 2.1a).

Darunter hefte ich die Wortkarten mit den 11 Verben aus dem Wortspeicher (KV 2.3), die ich ebenfalls zuvor auf DIN A3 kopiert, laminiert und mit einem kleinen Streifen Magnetklebeband versehen habe.

Die Kinder lesen abwechselnd die Karten mit der Grundform und der 3. Person Singular des Verbs vor. Durch meinen Einstieg in die Stunde mit dem Sammeln der Verben an der Tafel sowie das Vorlesen der Wortkarten habe ich die Kinder bereits für die Wortart Verb sensibilisiert, ohne sie jedoch explizit zu thematisieren. Auf diese Weise sind die Kinder schon auf die spätere Einführung der Verben im Niko Sprachbuch 2 (vgl. S. 22) vorbereitet.


Wortkarten

Nun lege ich die Lupe  auf Niko und frage: „Was tut Niko?“ Ich rufe ein Kind auf. Das Kind wählt die richtige Wortkarte aus, liest sie vor und befestigt sie unter der Lupe. Wir sprechen gemeinsam das Verb in der Grundform und in der 3. Person Singular laut aus. Anschließend sprechen wir silbisch: „ren-nen, er rennt“ und schwingen dabei mit unserem Arm die Silben in die Luft.

Danach bilden wir die 1. Person Singular des Verbs: „ich renne“. Wir sprechen gemeinsam laut: „rennen, ich renne, er rennt“. Bei „ich renne“ zeigen wir mit dem Finger auf uns selbst. Auch silbisch sprechen wir noch einmal: „ren-nen, ich ren-ne, er rennt“. Auf diese Weise bereite ich die Grundform und die Personalform des Verbs vor (vgl. SB S. 23).


Satzkarten

Nun bitte ich die Kinder: „Bilde einen Satz mit dem Wort rennen passend zum Lupenausschnitt.“ Die Kinder machen unterschiedliche Vorschläge. Bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache, die die deutsche Sprache noch nicht sicher beherrschen, vervollständige ich den genannten Satz, falls Wörter fehlen oder wiederhole ihn noch einmal grammatikalisch korrekt. Abschließend hefte ich die Sätze „Niko rennt mit Anne und Timo um die Wette.

Die Kinder und Niko rennen um die Wette. Sie schwitzen.“ links neben dem Poster an die Tafel und bitte zwei Kinder, die Sätze vorzulesen. Die Kinder sind mit den Sätzen einverstanden. Andernfalls liegen weiße Blankostreifen bereit, auf denen ich Satzvorschläge der Kinder ergänzen könnte. So verfahren wir auch mit den anderen Verben: springen, sitzen, trinken und essen.


Belohnung und Bewegung

Nun haben wir fünf Wortkarten auf dem Poster befestigt und dazu fünf passende Sätze links neben dem Poster visualisiert. Die Kinder waren sehr lange aufmerksam, einige können sich nicht mehr konzentrieren und rutschen unruhig auf ihren Stühlen hin und her. Es wird Zeit für ein kleines Bewegungsspiel. Dazu nutzen wir die Verben, die ich zu Beginn der Stunde an die Tafel geschrieben habe.

Die Kinder verteilen sich zunächst im Klassenraum. Ich zeige an der Tafel auf ein Verb, die Kinder müssen es lesen und pantomimisch darstellen. Für die Kinder mit Deutsch als Zweitsprache wird auf diese Weise der neue Wortschatz durch die passende Bewegung nochmals gefestigt. Danach gehen die Kinder zurück an ihre Plätze und ich erkläre den Arbeitsauftrag.


Weiteres Download-Material zur Förderung

Was wir gemeinsam mündlich auf unterschiedlichen sprachlichen Niveaustufen erarbeitet haben, können die Kinder anschließend auf zwei differenzierten Arbeitsblättern noch einmal schriftlich festigen und vertiefen.

Kinder mit geringen Deutschkenntnissen und mit dem Förderschwerpunkt Lernen, nehmen sich das Arbeitsblatt KV 2.4, auf dem sie Linien zu einem Bildausschnitt, den wir zuvor gemeinsam besprochen haben, zeichnen und diesen mit dem passenden Verb beschriften.

Manche Kinder schreiben Wortgruppen auf, z. B. „Niko rennt“ oder „die Kinder sitzen“. Das Poster mit den Wortkarten ist eine große Hilfe für sie.

Kinder, die entweder die Sätze links neben dem Poster abschreiben möchten oder schon in der Lage sind, selbstständig Sätze zum Poster zu bilden, wählen das schwierigere Arbeitsblatt mit der Lineatur KV 2.5.


Ausblick

Am nächsten Tag geht es direkt weiter mit dem Poster und wir erarbeiten die restlichen Sätze von KV 2.1a und 2.1b analog zur vorigen Stunde.

Eine intensive mündliche und schriftliche Spracharbeit mithilfe des Posters kostet Zeit. Allerdings zeigt sich im Verlauf der Arbeit mit dem Sprachbuch, dass diese Unterrichtsstunden gut investiert sind.

Durch die implizite Einführung der Wortart Verb sowie der Grund- und Personalform mithilfe des Posters erfassen die Kinder die Inhalte im Sprachbuch viel schneller. Wenn im Sprachbuch „Wortstamm und Endung“ (vgl. SB S. 24 und 25) bei Verben thematisiert wird, kommen wir auf das Poster zurück, um dort auf den Wort- und Satzkarten mit Folienstift Wortstamm und Endung zu markieren.


Spielidee

Die Wortkarten aus dem Wortspeicher von KV 2.3 nutzen wir zwischendurch als Pantomime-Spiel. Die Karten werden dazu verdeckt auf einen Stapel gelegt. Ein Kind zieht eine Karte und führt die passende Bewegung pantomimisch aus. Wer als erstes von den Zuschauern die Bewegung errät, darf die nächste Karte ziehen. Die Kinder haben im Verlauf der Arbeit mit dem Niko Sprachbuchkapitel 2 weitere Verben auf Karten gesammelt und das Spiel so erweitert.

Nun möchte ich wissen, wie ihr mit dem Poster zu Kapitel 2 arbeitet. Schreibt mir doch mal.

Viel Erfolg mit unserem sprachsensiblen Poster-Material wünscht
Britta Seepe-Smit

Vorherige Beiträge:
Einführung
Poster 1


Poster 2 Lehrerhinweis
Poster 2 Tätigkeiten beschreiben KV 2.1ab
Poster 2 Sportplatz beschreiben KV 2.2
Poster 2 Wortspeicher Frühstück KV 2.3
Poster 2 Gesund und munter KV 2.4
Poster 2 Gesund und munter KV 2.5

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