Vorteile der Ausgabe auf einen Blick
Der kleine Wassermann erschien kürzlich als vereinfachter Text in der Reihe „Kleine Lesehelden“ im Thienemann Verlag und ermöglicht nun auch jüngeren Leserinnen und Lesern, an den (Unterwasser-)Erlebnissen des kleinen Wassermanns teilzuhaben. Die Originalgeschichte wurde für die Reihe „Kleine Lesehelden“ so überarbeitet, dass das Kinderbuch in Länge und Anspruch sehr gut für Klasse 2 passt und trotzdem nichts von seiner Geschichte und Atmosphäre verliert.
Durch die Überarbeitung wirkt die Geschichte aufgrund der Illustrationen und des angepassten Textes nun weicher und kann so viele Kinder erreichen. Die Vorteile dieser Auflage sprechen für sich:
- übersichtliche Lesepakete auf den Seiten
- viele großartige, neue Illustrationen zum Text
- große, serifenlose Schrift innerhalb des Buchs
- Rätsel und andere Elemente, die die Motivation fördern
Mehr zu dieser Auflage für unsere Erstleserinnen und Erstleser, sowie zur Vorstellung der Unterrichtshinweise/des Begleitmaterials von Klett, könnt ihr im Beitrag „Von der Schule in den Mühlenweiher: Mit dem kleinen Wassermann in seinen Lebensraum Wasser eintauchen“ nachlesen.
Zum Einsatz in einem 2. Schuljahr
Die Lektüre habe ich mit meiner Klasse vor den Osterferien, im Rahmen unserer Lesewoche gelesen. In der jährlichen Lesewoche gibt es an meiner Schule jeden Tag viel Lesezeit. Da der Fokus aufs Lesen fällt, werden andere Fächer gekürzt oder entfallen sogar.
Es wird in dieser besonderen Woche viel vorgelesen, es stehen tägliche Lesezeiten auf dem Stundenplan, es finden Autorenlesungen statt, es gibt einen Vorlesewettbewerb und auch eine Leserallye zu den ausgewählten Lektüren. Für die Kinder gibt es tolle Buchpreise zu gewinnen!
Dies weckt bei den Schülerinnen und Schülern die Motivation beim Vorlesewettbewerb mitzumachen oder die Leserallye gewissenhaft zu bearbeiten. Unser Förderverein unterstützt die jährliche Lesewoche seit vielen Jahren!
Unsere Schulbücherei, unsere Büchertauschschränke und unser Lese-Club tragen auch viel zur Leseförderung an unserer Schule bei. Die Lesewoche mit all ihren Highlights ist für uns einfach nicht mehr wegzudenken!
Erarbeitung der Lektüre/Ablauf der Lesezeit
Da die Lesekompetenz auch in meiner Klasse ganz unterschiedlich ausfällt, war ein differenziertes Vorgehen selbstverständlich. Das erste Kapitel las ich jedoch meinen Kindern vor. Denn Vorlesen ist ebenfalls Teil der Leseförderung. So konnte ich meine Klasse besser erreichen und ihnen einen sanften Einstieg ins Buch gewähren. Dabei wird das Zuhören und die Konzentration geschult und gleichzeitig die Neugier der Kinder geweckt. Wir haben die Charaktere des Buches kennengelernt, gemeinsam die Bilder (Buchcover und Illustrationen im Buch) betrachtet und dazu erzählt. Ich habe Zwischenfragen zum Vorgelesenen gestellt und anschließend konnten die Kinder mal durch das Buch blättern und bearbeiteten dann eine Aufgabe zum Lesen und Malen aus den zur Lektüre passenden Kopiervorlagen.
Ab Kapitel 2 sollten die Kinder in ihrem eigenen Tempo lesen. Ich hatte ihnen freigestellt, ob sie allein (um die lesestarken Kinder nicht auszubremsen und deren Motivation zu erhalten) oder lieber im Tandem lesen möchten. Die Methode „Im Lesetandem lesen“ ist in meiner Klasse ritualisiert und wird ganz selbstverständlich genutzt. Wenn ihr mehr über das Lesetandem erfahren möchtet, dann schaut euch doch diesen kurzen Erklärfilm an.
Für die täglichen Lesezeiten konnten es sich die Kinder an verschiedenen Orten im Schulhaus gemütlich machen.
Die lesefitten Kinder, die allein lesen wollten, konnten sich im Nebenraum, im Flur und im Treppenhaus verteilen (ausgestattet mit Matten, Sitzsäcken, Teppichen usw.). Die Tandem-Kinder sollten im großen Klassenraum verbleiben und mit ihrem Partnerkind gemeinsam (chorisch) bzw. abwechselnd lesen. Die meiste Zeit verblieb ich im Klassenraum und konnte die Tandems so besser unterstützen, bei schwierigen Wörtern und Textstellen helfen und den lesestarken Kindern ein Arbeiten im eigenen Tempo ermöglichen.

Den Ablauf hatte ich meiner Klasse an der digitalen Tafel visualisiert. Er blieb für jedes Kapitel gleich. So konnten wir eine routinierte Lesezeit etablieren.
Um das Leseverständnis zu schulen, bearbeiteten die Kinder zu den einzelnen Kapiteln ausgewählte Kopiervorlagen. Diese waren als „Lerntheke“ aufgebaut und jeder arbeitete in seinem Tempo (mit oder ohne Tandempartner). Alle Kopiervorlagen wurden dann mit Deckblatt in einen separaten „Wassermann-Schnellhefter“ geheftet.
Als krönenden Abschluss gab es am letzten Schultag eine Leserallye zum Buch. Ich habe bewusst auf eine digitale Schnitzeljagd verzichtet, da kurz vor der Lesewoche in einem anderen Fach ein Medienprodukt erstellt wurde.
Die Kinder sind also analog durchs Schulgebäude geflitzt, haben nach den Plakaten geschaut, im Buch auf ausgewählten Seiten nachgelesen und einen Rallye-Zettel ausgefüllt, auf dem ein Lösungswort eingetragen werden sollte.
Für die Plakate habe ich die Fragen aus den Kopiervorlagen zur Lektüre verwendet und ein passendes Aufgabenblatt dazu erstellt. Die Fragekarten und das Aufgabenblatt zur Rallye bekommt ihr hier kostenlos als Download.
In Kunst haben wir passend zum Buch den Karpfen Cyprinus (oder seine Freundin „Cyprina“) gebastelt. Die Bastelanleitung stammt auch aus den Kopiervorlagen zur Lektüre. Ihr findet im Anhang einen Auszug als kostenlosen Download.
Ich freue mich, wenn mein Beitrag euch inspiriert hat und ihr die Leserallye nutzen könnt. Dazu braucht man natürlich keine etablierte Lesewoche an der Schule. ?
Herzlichen Dank vorab für eure Wertschätzung ♥️ und viel Freude beim Lesen,
#KlettLesepakt – gemeinsam Lesekompetenz stärken
Ihr habt im Schulalltag viele Herausforderungen zu bewältigen. Das Thema Lesen ist eine davon, denn die Klassen werden heterogener und die Integration zugewanderter Kinder sowie die Inklusion von Lernenden mit besonderem Förderbedarf stellen neue Anforderungen an euch.
Hier möchte euch der Ernst Klett Verlag mit der Initiative #KlettLesepakt unterstützen.









Hinterlasse einen Kommentar