Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Anfangsschulstress? – Ideen für den Schulanfang

Anfangsschulstress, Pappteller, Bastelidee

Geht es euch da draußen wie mir? Anfangsschulstress?

Es scheint, als würden alle Termine auf den Schulanfang fallen. Hier schnell ein paar Ideen für den Schulanfängerinnen und Schulanfänger. Damit ist die Unterrichtsvorbereitung vielleicht etwas schneller getan.

Nachdem es nun alle nur denkbaren Ausführungen der Schreibtabelle gibt, nun eine Idee für deren Einsatz. Die SchülerInnen lautieren mit der Anlauttabelle zunächst ihren Anlaut oder schon den ganzen Namen. Je nach Kind mit oder schon ganz ohne Unterstützung. Sie kneten ihren Anfangsbuchstaben, der nachdem er getrocknet ist von der Lehrerin auf einen Pappteller geklebt wird. Dann zeichnen die Kinder kleine Bilder zu dem Anlaut ihres Namens. Die Bildchen werden alle auf einen Streifen farbiges Tonpapier geklebt.

Fördervorschlag – Für Kinder die sich schwer mit Ideen tun, können die Wort-Bild-Karten aus den Förderspielen von Zebra genutzt werden.


„Meine Ich-Tüte“

Eine weitere Idee ist „Meine Ich-Tüte“ mit Selbstporträt. In die Tüte stecken die Kinder 10 Dinge von zu Hause. In der Klasse beschreiben sie warum diese Dinge etwas mit ihnen zu tun haben. Zunächst muss aber anhand des Selbstporträts und Inhalts der Tüte geraten werden, wem Sie gehört.

Ein paar Tipps zum Selbstporträt

  • Das Lied „Kopf, Schulter, Knie und Fuß“ singen.
  • Danach tasten sich die Kinder genauestens ab und benennen ihre Körperteile. Das ist immer wieder spannend. Auch meine Drittklässler kannten durchaus nicht alle Körperteile.
  • Beispielbild von sich zeigen. Kinder raten lassen
    Woran erkennt ihr, dass ich es bin?

Möglicher Arbeitsauftrag an die Schülerinnen und Schüler

  1. Achte auf deine Besonderheiten.
  2. Fange oben auf dem Blatt mit dem Kopf an.
  3. Der Kopf ist je nach Format mindestens vier Finger breit

Mit Handspiegel zeichnen lassen. Die Ergebnisse könnt ihr sofort als Diagnostik zum Körperschema nutzen. Ihr werdet erstaunt sein, welche Ergebnisse sich auch nach guter Vorbereitung zeigen. Kopffüßler blieben auch in meiner Lerngruppe nicht aus.

Nutzt doch die eingesparte Zeit für ein paar schöne Momente.

Lieben Gruß Sonja.

Anfangsschulstress, Meine Ich-Tüte, Bastelidee

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Über die Autorin

Sonja Behn

Berufliche Tätigkeit: Als Sonderpädagogin leite ich das erste Mal eine Grundschulklasse mit jahrgangsübergreifendem Konzept. Zurzeit unterrichte ich nur den 1. und 2. Jahrgang gemeinsam. Im nächsten Schuljahr sind wir dann mit drei Jahrgängen komplett. Ich unterrichte Deutsch, Sachunterricht und Kunst. Ich bin froh, dass ich mich für Zebra entschieden habe, da es mir durch die FRESCH-Strategien einen übersichtlichen Unterricht, insbesondere im Bereich Grammatik und Rechtschreibung ermöglicht.

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8 Kommentare

  1. Carolin Gerdom 17. September 2015 um 15:19 Uhr - Antworten

    Großartige Ideen, besonders die Tüte finde ich super, da haben die Kinder wirklich etwas in der Hand und das Befüllen, wieder auspacken und präsentieren macht bestimmt viel Freunde und zeigt die unterschiedlichen kleinen Persönlichkeiten :smile:

  2. Anna Fröhlich 17. September 2015 um 20:22 Uhr - Antworten

    Wow, auch ich bin ziemlich begeistert und hätte Carolin nicht oben schon alles gesagt…. meine Worte…

  3. Steffi 10. Juli 2018 um 9:13 Uhr - Antworten

    Hallo,
    ich finde die Ich-Tüte eine tolle Idee. Aber ich habe noch ein paar Fragen:
    Ich habe in der Klasse 24 Kinder. Wie kann ich das organisatorisch umsetzen, da die Kinder ja nicht die Aufmerksamkeit haben, 24 Tüten anzuschauen und ihren Besitzer zu erraten. Hast du die Klasse dann in Gruppen eingeteilt, so dass an einem Tag z.B. nur 5 Kinder ihre gefüllten Tüten präsentieren. Waren 10 Dinge nicht ganz schön viel? Was haben die Kinder da für Sachen reingemacht? Ich stelle mir das auch schwer vor, alle gleichzeitig die gefüllten Tüten mitbringen zu lassen, wenn z.B. das Lieblingskuscheltier rein soll und dann bleibt es viele Tage in der Schule, bis man endlich dran ist.

    • Sonja 10. Juli 2018 um 11:12 Uhr - Antworten

      Hallo Steffi,
      In diese Tüten passt so einiges.
      Ideen für das Präsentieren bei 24 Kindern wären:
      Auf mehrere Tage verteilen und vorher auf derFensterbank eine Ausstellung organisieren oder jedes Kind stellt in der Kleingruppe vor .
      Schöne Sommerferien!
      Liebe Grüße Sonja

      • Steffi 11. Juli 2018 um 9:01 Uhr - Antworten

        Vielen Dank
        Steffi

  4. Sonja Senst 11. Juli 2018 um 13:17 Uhr - Antworten

    Hallo Steffi,

    vielleicht wäre das auch noch eine Idee für dich:
    Die Ich-Tüten werden anfangs gemeinsam bemalt und dann über mehrere Wochen immer im Montagskreis vorgestellt.
    Jeweils freitags werden aus einer Box drei (noch leere) Tüten oder Namenskärtchen gezogen. Diese Kinder sammeln über das Wochenende fünf Gegenstände, die ihnen im Moment wichtig sind. Montags in der ersten Stunde im Erzählkreis stellen diese drei Kinder dann ihre Ich-Gegenstände vor und begründen, warum diese wichtig für sie sind. Da meine Tüten A5-Format hatten und daher nicht allzu groß waren, zauberten meine Schüler oft auch Fotos, selbstgemalte Bilder und kleine Naturalien von Wochenend-Erlebnissen hervor.

    Viele Grüße

    Sonja

  5. Heike 27. Februar 2022 um 21:54 Uhr - Antworten

    Eine wunderbare Idee. Wer kein Ratespiel daraus macht, hat einen Super-Sprechanlass für jedes Kind – auf einem sicheren Gebiet. Aufbau von Selbstvertrauen garantiert.

    • Nicole Schramm 28. Februar 2022 um 7:37 Uhr - Antworten

      Liebe Heike,

      vielen Dank für das positive Feedback!

      Viele Grüße
      Nicole
      Grundschul-Blog-Team

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