Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Beitragsreihe zur Aufsatzerziehung: Wortfelder

Wortfelder – spielerisch und spannend


Für meine heterogene Klasse will ich das Thema „Bildergeschichte“ kleinschrittig und anschaulich aufbereiten. Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema Wortfelder.

Nachdem wir uns in den vergangenen Stunden eingehend mit den Bildern selbst und den Satzanfängen beschäftigt haben, möchte ich heute auf das ewige Problem der Wortwiederholungen eingehen.

Ich hänge die Wortkarte „sagen“ an die Tafel und verteile einige Wortkarten aus dem entsprechenden Wortfeld an die Kinder. Meine Schülerinnen und Schüler kennen diese Methode schon und wissen gleich, dass ich ein Spiel spielen möchte. Alle haben ihre Karte gelesen. Einige melden sich schon und wollen sie der Klasse vorspielen. Die Kinder kommen nacheinander nach vorne, brüllen, flüstern, fragen, lachen, rufen… andere raten.

Es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Nicht alle Wortkarten eignen sich zum Vorspielen. Das macht nichts. Wer seine Karte nicht vorspielen will oder kann liest sie einfach vor. Alle Wortkarten werden rund um die Karte „sagen“ an der Tafel gesammelt. Zum Schluss lesen wir die Karten noch einmal gemeinsam vor.

Wortfelder

Grundschulblog_Unterrichten_Deutsch_Bildergeschichte_Wortfelder

Foto: Carmen Daub


„Wir schreiben im Aufsatz zu oft ‚er sagt’.“

Ich lasse die Kinder überlegen, warum wir uns heute mit diesem Thema beschäftigen. Die Antwort ist schnell gefunden:

„Wir schreiben im Aufsatz zu oft ‚er sagt’.“

Damit die Kinder ein paar Alternativen zur Hand haben, schreiben alle die Wörter des Wortfeldes „sagen“ in ihr Heft ab. Einigen Kindern fallen noch weitere Wörter ein. Gut! Wir schreiben sie dazu.

Beim Wortfeld „gehen“ machen wir es umgekehrt. Ich hänge die Wortkarte „gehen“ an die Tafel. Die Kinder überlegen sich passende Wörter und stellen sie pantomimisch dar. Die anderen und ich raten und ich suche die passende Wortkarte aus meinem Fundus heraus. Übrig gebliebene Wortkarten lese ich vor und ergänze sie. Auch dieses Wortfeld schreiben wir ab. Wir beschäftigen uns in der nächsten Stunde auch noch mit den Wortfeldern „sehen“ und „essen“.

So entsteht nach und nach eine schöne Sammlung von Wortfeldern, die wir sicher noch in vielen Aufsätzen nutzen können. Meine Karten zu den Wortfeldern könnt ihr hier downloaden.

Ich wünsche  euch viel Erfolg mit dem Tafelmaterial für Wortfelder und freue mich über jeden Kommentar, sei es hier im Blog oder auf Instagram @frau.daub!

Wortfelder

Grundschulblog_Unterrichten_Deutsch_Bildergeschichte_Wortfelder_gehen

Foto: Carmen Daub

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Über die Autorin

Carmen Elisabeth Daub

Berufliche Tätigkeit: Ich arbeite Teilzeit an einer kleinen Grundschule im Saarland und habe derzeit eine zweite Klasse mit 21 Kindern. Meinen Unterricht gestalte ich offen. Ich arbeite viel mit Wochenplänen und Werkstätten. Seit fast drei Jahren zeige ich viele meiner Unterrichtsinhalte auf Instagram (frau.daub). Ich mag den Austausch von Ideen und finde dort immer etwas Neues, Spannendes und Brauchbares für meinen eigenen Unterricht. Lehrer und Lehrerinnen sollten viel mehr weitergeben und teilen. Das spart Zeit und Nerven! Seit etwa acht Jahren bin ich im Niko Sprachbuch Team dabei. Ich habe auch die Lehrerkommentare, einige Lernzielkontrollen, die Wörterkartei und die DaZ-Materialien (mit-)geschrieben. Nebenbei für einen Verlag zu arbeiten finde ich toll. Unser Team ist voll guter Ideen und hier treffe ich interessante Lehrerpersönlichkeiten. Niko ist meine kleine Auszeit im Alltag. Was mir privat Spaß macht: Ich bin eine Drei-Mädchen-Mama und Langeweile kenne ich eigentlich nicht. Meine älteste Tochter ist im dritten Schuljahr und lernt Lesen und Schreiben mit Niko. Es ist spannend, diesen Prozess mal von der „anderen Seite“ mitzuerleben. Die Mittlere ist Erstklässlerin. Beide lernen mit Niko. Die Kleinste ist noch im Kindergarten und möchte am liebsten alles genauso wie die Großen machen. Sollte ich mal fünf Minuten Zeit übrig haben, mache ich Yoga und Pilates, nähe Klamotten für die Mädchen und mich oder lese True-Crime-Storys bis mir die Augen zufallen.

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