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Schreiben für jeden Tag (Teil 3)

Top 10-Schreibideen für deine Schreibpraxis

Immer einmal neue Schreibideen während eurer Schreibpraxis zu versuchen hat verschiedene Vorteile. Es fördert nicht nur euer kreatives Tun und eure Freude am Schreiben, sondern es verhindert eine mögliche Stagnation in eingespielten Schreibmustern. Auch eröffnet es euch weitere Denkräume und spricht verschiedene Schreibstimmen in euch an, wenn ihr euch neuen Schreibideen widmet. Im folgenden Beitrag findet ihr meine Top 10 Schreibideen.

Illustrationen einer Frau am Schreibtischen, welche in ein Buch schreibt

1. Listen schreiben

Ihr möchtet niedrigschwellig ins Schreiben kommen? Dann überlegt euch verschiedene Listen. Stellt euch einen Timer auf zehn Minuten. Zum Beispiel:

  • Listet auf, was ihr gerne noch einmal machen möchtet.
  • Listet die Orte auf, die ihr gerne noch einmal besuchen möchtet.
  • Listet auf, was ihr heute alles gehört habt.
  • Schreibt eine Liste eurer Lieblings-Songs.
  • Schreibt eine Liste, wofür ihr dankbar seid.
Papiere, Organisation, Smartphone, Stift
Illustration eines Arbeitsplatzes mit Stiften, Blättern und einem Kaffee

2. Haikus schreiben

Bei Haikus handelt es sich um eine traditionelle japanische Gedichtform, die aus einer strengen Silbenstruktur besteht. Diese richtet sich nach dem Schema:

  • Zeile 1 – 5 Silben
  • Zeile 2 – 7 Silben
  • Zeile 3 – 5 Silben.

Themen der Haiku-Gedichte sind häufig die Natur oder eine Jahreszeit. Auch werden in Form eines Haiku oftmals kurze Eindrücke dargestellt.

3. Mein Satz des Tages

Wenn am Ende eines Tages es schwerfällt, einen ganzen Text zu schreiben, ist es oftmals hilfreich, einen einzigen Satz zu schreiben, der den Tag repräsentiert.

4. Schreiben zu einem Satz

Schlagt ein Buch an einer beliebigen Stelle auf. Sucht euch den ersten Satz, der euch ins Auge springt. Schreibt einen kurzen Text zu diesem Satz.

5. Freies Schreiben

Stellt euch einen Timer auf 15 Minuten. Beginnt einfach mit dem freien Schreiben. Das heißt: Schreibt einfach drauflos – ohne Punkt und Komma und ohne die innere Kritikerin bzw. den inneren Kritiker im Kopf. Wenn die 15 Minuten um sind, beendet ihr eure Schreibzeit.

6. Schreiben zu einem Gegenstand

Schaut euch in eurer Umgebung um. Sucht euch einen Gegenstand aus, der euch besonders anspricht. Stellt euch nun einen Timer auf 20 Minuten und schreibt zu dem Gegenstand.

7. Mini-Projekt „Biografisches Schreiben“

Schreibt jeweils 30 Minuten lang zu einer Situation aus eurem Leben. In den 30 Minuten schreibt ihr einfach drauflos, ohne zu redigieren. Wenn ihr eine Zeit lang verschiedene kurze Texte erstellt habt, lassen sich diese – wenn ihr möchtet – zusammenfassen. Themen könnten sein:

  • Ein Geruch meiner Kindheit
  • Mein Lieblingsessen
  • Ein Urlaub
  • Mein Haustier
  • Ein Umzug
  • Mein erster Schultag
Illustration eines Mannes, welcher einen Laptop in der Hand hält und lächelt

8. Ein Text über mich

Schreibt 10 Minuten lang über euch. Verwendet für jeden Satzanfang „Ich bin …“. Beispiel:

„Ich bin lustig. Ich bin ernst. Ich bin zuverlässig. Ich bin verträumt …“

9. Zufallswörter-Geschichten

Sucht euch aus einem Text (Zeitung, Buch, …) drei Wörter heraus, die euch ins Auge springen. Notiert diese drei Wörter. Nun schreibt ihr 15 Minuten lang spontan und verwendet diese drei Wörter in eurem Text.

10. Blackout Poetry

Blackout Poetry beruht darauf, eine bereits vorhandene Textseite (Kopie eines Artikels oder einer Buchseite) als Ausgangsbasis zu nutzen. Lest den Text und kreist die Wörter mit Bleistift ein, die euch ins Auge springen. Dann schwärzt ihr mit einem schwarzen, gut deckenden Filzstift die nicht eingekreisten Wörter. Übrig bleiben deine eingekreisten Wörter, die nun eurer kleines Poem sind.

Illustration eines Bücherstapels und angereihte Bücher, kleiner Bücherhaufen

Mit welcher Schreibidee möchtet ihr nun sofort loslegen? Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Eure Alexandra v. Plüskow-Kaminski

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Über die Autorin

Alexandra von Plüskow-Kaminski

Alexandra v. Plüskow-Kaminski ist Koordinatorin des Sprachbildungszentrums Lüneburg am Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Lüneburg. Sie hat mehrere Jahre als Lehrerin gearbeitet. Darüber hinaus verfasst sie als Fachjournalistin pädagogische Beiträge für verschiedene Verlage und Magazine.

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