Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

„Vom Wünschen und Träumen“ – Aufbau einer Schreibroutine (Teil 4)

Als Lehrkräfte geht es für euch häufig darum, auf andere Menschen einzugehen. Da sind die Kinder, die Kolleginnen und Kollegen, die Eltern. Und dem Lehrplan sollt ihr auch gerecht werden. So orientiert ihr euch oftmals nach außen. Eigene Wünsche und Träume geraten da leicht ins Hintertreffen.

Das Schreiben über eure Wünsche und Träume kann euch so einen Raum der Selbstreflexion und Selbstfürsorge eröffnen. Gleichzeitig stärkt ihr damit eure eigene Resilienz und Kreativität.

Wünsche und Träume

Sich mit seinen Wünschen und Träumen zu beschäftigen, braucht Zeit und Raum. Wenn ihr euch mit diesen beschäftigt, wendet ihr euch eurer Zukunft zu. Wünsche und Träume aufzuschreiben, wirkt klärend und kann entlastend wirken.

Und – ja, nicht alle Wünsche und Träume werden wahr. Doch sich dieser bewusst zu werden, ermöglicht Selbstwirksamkeit. Und wenn es nur kleine Schritte sind, die in Richtung des Wunsches oder Traumes gehen.

Illustration einer Person, welche an einem Schreibtisch sitzt, sich nachdenklich einen Stift an den Mund hält und Blätter in der Hand hat

Eure Schreibroutine

Illustration iener Frau, welche im Schneidersitz von einer Uhr meditiert

Für eure Schreibroutine solltet ihr euch einen ruhigen Raum suchen. Macht es euch gemütlich. Vielleicht mit einer schönen Tasse Tee und einer Decke zum Einkuscheln. Manchmal ist es auch motivierend, sich ein schönes Notizbuch und einen Lieblingsstift bereit zu legen.

Vor dem Schreiben über eure Wünsche und Träume ist es hilfreich, mithilfe einer Mini-Übung bei euch selbst anzukommen. Beispielsweise, indem ihr euch einen Timer auf eine Minute stellt, die Augen schließt und eine Minute lang wahrnehmt, was um euch herum geschieht – was hört ihr? Was fühlt ihr?

Fünf Schreibroutinen zum Wünschen und Träumen

  1. Traum-Tagebuch
    Ein Traum-Tagebuch könnt ihr direkt nach dem Aufwachen führen. Schreibt euren Traum auf und die Assoziationen, die ihr zu diesem habt. Das Führen des Traum-Tagebuches kann zu einem wichtigen Morgen-Ritual werden.
  2. Wunschliste
    Stellt euch einen Timer und führt 15 Minuten lang eine Wunschliste. Dabei achtet ihr nicht darauf, ob die Wünsche erfüllbar sind.
  3. Mein kleiner Alltagswunsch
    Stellt einen Timer auf 10 Minuten und schreibt kleine Alltagswünsche untereinander. Wenn die Zeit um ist, schaut ihr euch diese Wünsche gut an und kreist die drei Wünsche ein, die euch gerade am bedeutsamsten sind.
    Welchen davon könnt ihr euch heute erfüllen? Zum Beispiel die schöne Tasse Kaffee am Nachmittag, eine halbe Stunde in Ruhe lesen, einen Spaziergang?
Illustration eines Arbeitsplatzes mit Stiften, Blättern und einem Kaffee
  1. Wovon ich als Kind geträumt habe
    Schreibt eine halbe Stunde zu dem Impuls: „Erzähle mir davon, wovon du als Kind geträumt hast.“
    Schreibt ohne Rücksicht auf Fehler, auf Interpunktion und Grammatik – einfach drauflos.
  2. Und jetzt wird es kreativ
    Blättert durch Zeitschriften oder Online-Magazine und sucht euch 2 bis 3 Bilder aus, die euch ansprechen. Zu einem dieser Bilder schreibt ihr dann 20 Minuten einfach drauflos: „Warum ich hiervon träume …“

Ich wünsche Euch viel Freude beim Aufschreiben und kreativen Schreiben zu Euren Wünschen und Träumen.

Eure Alexandra v. Plüskow-Kaminski.

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Über die Autorin

Alexandra von Plüskow-Kaminski

Alexandra v. Plüskow-Kaminski ist Koordinatorin des Sprachbildungszentrums Lüneburg am Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Lüneburg. Sie hat mehrere Jahre als Lehrerin gearbeitet. Darüber hinaus verfasst sie als Fachjournalistin pädagogische Beiträge für verschiedene Verlage und Magazine.

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