Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Der kleine Webcoach – Medienkompetenzförderung für Grundschulkinder und Eltern

Der kleine Webcoach – So werden Schüler und Eltern medienfit

Smartphone, Tablet, Laptop, Spielekonsole und Co. gehören heute zum Alltag der allermeisten Schülerinnen und Schüler. Die Chancen und Risiken der digitalen Medienwelt sollten daher schon Grundschulkinder frühzeitig kennenlernen. Ohne eine altersgerechte medienpädagogische Begleitung aber sind die jungen Anfänger schnell überfordert und sogar gefährdet. Hier können Schule und Eltern unterstützend tätig werden.

Genau zu diesem Zweck entstand 2016 Der kleine Webcoach für die Grundschule ab Klasse 3. 2020 wurde das erfolgreiche Arbeitsheft aktualisiert und ging in die 2. Auflage.

Mit seiner Hilfe können die Chancen und Risiken im Umgang mit digitalen Medien im Klassenverband gemeinsam erarbeitet werden. Und gemeinsam mit ihren Eltern erfahren die Kinder, wie sie Internet, Smartphone und Co. sicher nutzen können.

Cover Der kleine Webcoach

Der kleine Webcoach – Sicher im Internet


Der kleine Webcoach folgt dem Medienkompetenz-Rahmen NRW. So eingebunden, ist das Arbeitsheft vielfältig einsetzbar, z.B. zur Planung einer Projektwoche oder als Basismaterial für eine Computer-AG, die beispielsweise im Nachmittagsbereich der offenen Ganztagschule angesiedelt werden könnte. Es richtet sich inhaltlich nicht nur an die Kinder, sondern auch an deren Eltern, z.B. mit seinem Medienvertrag für die Familie. Für ihren medienerzieherischen Familieneinsatz mit dem Webcoach müssen Erziehende keinerlei medienpädagogisches Vorwissen mitbringen.

Der kleine Webcoach für die Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit

Plakat zur Bildschirm-Regeln

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Foto: Sabine Schattenfroh, Lemgo

Schülerinnen und Schüler können gemeinsam Aufgaben lösen, im Internet recherchieren, Plakate mit Internetregeln gestalten, über Texte und Bilder diskutieren, thematisch passende Rollenspiele aufführen und vieles mehr. Die Materialien im Heft sind flexibel nutzbar: Themen wie zum Beispiel Cybermobbing können bedarfsgerecht herausgegriffen und behandelt werden.

Der Einsatz von OHP, Beamer oder Whiteboard ermöglicht es, mit dem kleinen Webcoach sehr abwechslungsreich zu arbeiten. Dies kommt besonders Schulen zugute, die nicht jedem Kind einen PC oder ein Tablet zur Verfügung stellen können.


Die Handreichungen für Lehrende zu Der kleine Webcoach

Der gedruckte Lehrerband (2016) und die ergänzenden Handreichungen (2020) zum Webcoach bieten Lehrkräften konkrete Tipps für ihre Unterrichtsplanung, Kopiervorlagen, vielfältige Anregungen, Hilfestellungen und Hintergrundwissen, z.B. für die medienerzieherische Elternberatung.

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Präventionsschutz für die weiterführende Schule

Illustration Laptop mit WWW

Bei einem Einsatz in Klasse 4, vor dem anstehenden Schulwechsel, kann Der kleine Webcoach dabei helfen, die Kinder medienpädagogisch auf neue Herausforderungen im digital geprägten Alltag an der neuen Schule vorzubereiten.

Der kleine Webcoach hat zum Ziel, bei jungen Usern Grundlagen für ihre individuelle Sicherheit im Umgang mit dem Internet zu schaffen. Über alltagstypische Erlebnisszenarien, lebendig vermittelt über die gezeichneten Leitfiguren Tim, Nina und den Hund Obbo, können die Kinder wichtiges Medienwissen selbst entdecken. Auf diese Weise erhalten sie zum Beispiel erste Einblicke in die Gefahren von Cyber-Grooming oder Droh-Kettenbriefen.

Illustration trauriger Mops
Grafik Goldmünzen

Mit jeder gelösten Aufgabe können sie Goldmünzen für ihren individuellen Kenntnisschatz ansammeln. Die daraus resultierenden Tipps und Regeln helfen ihnen dabei, zukünftig sicher mit Smartphone und Co. umzugehen und ihren Schulalltag geschützter und konfliktfreier erleben zu können.


Themenauswahl aus dem aktualisierten kleinen Webcoach

  • Surfen und suchen im Internet: Wie recherchiere ich im Internet?
  • Der richtige Dreh im WWW: Wie verhalte ich mich im Internet sicher und klug?
  • Spielplatz Internet: Worauf muss ich bei Bildschirmspielen achten?
  • Freunde treffen im Internet: Wie verhalte ich mich in sozialen Netzwerken, Chats und Spielforen? Was muss ich über YouTuber wissen?
  • Sei fair im Netz: Wie gehe ich um mit Mobbing und Cybermobbing?
  • Schätze im Netz: Wo finde ich gute Internetseiten und Apps für Schule und Freizeit?
  • Nutze deine Zeit: Wie bleibe ich gesund und fit?
  • Abgemacht: Internetregeln und Mediennutzungsvertrag für die Familie

Hier könnt ihr im Heft blättern.

Illustration verschiedene Medien
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Über die Autorin

Sabine Schattenfroh

Berufliche Tätigkeit: Medienpädagogin und Erziehungsberaterin Was mir privat Spaß macht: Kinder, Natur, Lesen, Kino

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2 Kommentare

  1. Christine Lörcher 23. September 2024 um 15:20 Uhr - Antworten

    In der Handreichung zum Mediencoach hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen bei der empfehglung zu Medienzeit:
    „Eine gute Faustregel zur Orientierung lautet: Zehn Minuten Medienzeit pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche.“

    Mein Kind wüsste, was sich für es besser rechnet ; )

    • Sabine Schattenfroh, Autorin 1. Oktober 2024 um 14:32 Uhr - Antworten

      Einen schönen guten Tag Frau Lörcher.

      Nein, diese Berechnung ist kein Fehler. Sie ist u.a. ein Vorschlag des bekannten Elternratgebers „Schau hin“ (www.schau-hin.info), der Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder vielseitig unterstützt.
      Ein Vorschlag, der aus meiner Sicht realistisch ist, da ich bei meiner medienpädagogischen Arbeit mit SchülerInnen regelmäßig erfahre, wie sich deren alltägliche Medienzeit gestaltet. Der bessere Weg ist sicherlich, noch weniger Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen. Doch das entspricht leider nicht dem Lebensalltag der meisten Kinder und Jugendlichen.
      Bitte bedenken Sie bei dieser Zeitempfehlung ebenfalls, dass darin die Nutzung aller Bildschirmmedien enthalten sein soll, so z.B. auch die der Spielkonsole oder des Fernsehens.

      Mit freundlichen Grüßen
      Sabine Schattenfroh, Autorin

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