Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Erhöhung des Sprechanteils mit der „chat point – meeting point“ Methode

Eine wichtige Methode im Englischunterricht ist die Einübung von Dialogen in Partnerarbeit. Gut ist es, wenn die Schüler die neuen Dialoge und Redemittel mit möglichst vielen Partnern üben können, ohne dass dabei Zeitverlust und Unruhe bei der Partnersuche entstehen. Hierfür bietet sich die „chat point – meeting point“ Methode besonders an.

Vorbereitung: Zunächst werden im Klassenraum mehrere chat points sowie ein meeting point gekennzeichnet.

Ablauf:

Die Schüler erhalten eine Sprechaufgabe, z.B. die Anwendung einer Frage-Antwort-Struktur, das Einüben eines kurzen Dialoges o.ä. Um einen Partner zu finden, begeben sich die Schüler zum meeting point. Zum Bearbeiten der Sprechaufgabe begeben sich beide Partner zu einem chat point. Wenn die Sprechaufgabe erledigt ist, begeben sich beide Partner wieder zum meeting point, um dort neue Partner zu finden.

Vorteile der Methode:

  • Die Partnersuche wird enorm vereinfacht: Da am meeting point nur Schüler stehen, die gerade einen neuen Partner suchen, können sich schnell neue Teams bilden. Allerdings sollte die Regel gelten, dass immer sofort der jeweils nächste frei werdende Partner genommen werden muss. (Wenn Schüler am meeting point auf ihre „Lieblingspartner“ warten, funktioniert die Methode nicht!)
  • Es spielt es keine Rolle, wie lang ein Team für die Bearbeitung einer Sprechaufgabe benötigt. Bei der Rückkehr zum meeting point finden sich immer Schüler, die auch gerade fertig sind. Diese Methode eignet sich somit auch zur Differenzierung und wird deshalb auch als „Lerntempo-Duett“ bezeichnet.

Hinweise:

  • Die Anzahl der chat points ist abhängig von der Größe der Klasse. Wenn z.B. die vier Ecken der Klasse als chat points dienen und sich jeweils 3 Teams gleichzeitig einen chat point teilen, können 24 Schüler gleichzeitig sprechen. Weitere chat points könnten z.B. auch auf Fluren eingerichtet werden.
  • Falls ein meeting point (z.B. die Mitte des Klassenraumes oder der Bereich vor der Tafel) nicht ausreicht, können auch mehrere eingerichtet werden. Die Anzahl sollte aber nicht zu hoch sein, damit nicht an mehreren meeting points Schüler zu lange auf neue Partner warten müssen.

Viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren wünscht

Marco Hoppe

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Über den Autor

Marco Hoppe

Berufliche Tätigkeit:Ich arbeite seit 1999 als Englischlehrer im Primar- und Sekundarbereich. Mehrere Jahre lang war ich als Fachberater für die niedersächsische Landesschulbehörde tätig sowie als Referent und Kursleiter in der Fort- und Weiterbildung. Als Berater und Mitautor habe ich an verschiedenern Unterrichtsmaterialien zur Differenzierung und Förderung im Fach Englisch mitgewirkt. Seit ca. 10 Jahren bin ich nun als Fachseminarleiter Englisch am Studienseminar Lüneburg in der Lehrerausbildung tätig, außerdem als Lehrbeauftragter an der Universität Lüneburg. Was mir Spaß macht:Mit meiner Familie die Welt zu bereisen und dabei Land und Leute kennen zu lernen. Kraft und kreative Ideen sammle ich gern bei langen Fahrradtouren und bei der Gartenarbeit.

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