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////Read and draw – Lesekompetenzen motivierend schulen

Read and draw – Lesekompetenzen motivierend schulen

Von | 2018-09-18T11:37:57+00:00 20. Juni 2018|Englisch, Indianerhefte, Unterrichten|1 Kommentar

Schulung der Lesekompetenz im Fokus

Mittlerweile ist der Kompetenzbereich Leseverstehen in allen Lehrplänen ein fester Bestandteil und gewinnt sogar immer mehr Relevanz. In NRW schreibt der Lehrplan sogar vor, dass die Kinder am Ende der Klasse 4 über die Kompetenz verfügen sollen, kurze Texte lesend zu verstehen und diesen relevante Informationen zu entnehmen (vgl. MSW NRW 2008; S. 74).

Demnach kommt dem Schriftbild, welches schlichtweg eine stützende Funktion beim Sprachenlernen hat, natürlich auch ein immer größerer Stellenwert zu. Es gibt Studien, die sich intensiv mit der Thematik befasst haben und zeigen, dass Kinder kurze Texte mit bekanntem Wortmaterial lesen und verstehen können (vgl. Frisch 2013).

 

Motivation und Freude am Lesen zu erfahren ist maßgeblich, damit Kinder begeisterte Leser werden und somit ihre Lesekompetenzen ausbauen und Lesestrategien (weiter) entwickeln. Auch im Fremdsprachenunterricht sollten dazu immer wieder Picture Books eingesetzt werden, um einerseits in die Sprache einzutauchen und andererseits Neugier und Freude am Lesen zu wecken.

Kinder sollten aber auch zu selbstständigen Lesern herangezogen werden, jedoch ist das Lesen erster Bücher oftmals eine Herausforderung, da Nichtverstandenes ausgehalten werden muss und ich als Leser vielleicht erst im übernächsten Satz oder durch das Bild auf der Folgeseite den Sinn erfasse. Das müssen Kinder ebenso lernen wie das Aneignen von Lesestrategien. Ferner sind altersgerechte Bücher aus dem englischsprachigen Raum i. d. R. noch zu schwer und viele Kinderbücher/Bilderbücher mit wenig Text einfach too babyish.


Wie fördert man die Lesekompetenzen im Unterricht?

Wortschatzarbeit bzw. -training ist Teil jeder Englischstunde. Bei einer Einführung in ein neues Thema prägen die Kinder sich das Lautbild nach mehrmaligem Hören ein, erlernen das Schriftbild ganzheitlich und verknüpfen das eine mit dem anderen.

Viele Übungsszenarien widmen sich der Schulung der mündlichen kommunikativen Kompetenzen, der zu Recht ein hoher Stellenwert im Fremdsprachenunterricht eingeräumt wird. Doch auch das Lesen, wie zuvor beschrieben, rückt vermehrt in den Fokus. Ferner möchte man auch den Englischunterricht öffnen und viele schülerzentrierte Phasen ermöglichen, die durch den Einsatz der Schrift vielfältiger ermöglicht werden können.

Wenn der neue Wortschatz lautlich gesichert und das Schriftbild eingeführt wurden, können die Kinder sukzessive selbstständig bspw. an Stationen arbeiten. Unterschiedliche Materialien und Aufgabenformate, bei denen Lesen unabdingbar ist (Matching, The odd one out, Tick the correct answer u. v. m.) und deren Einsatz ritualisiert sind, ermöglichen einen Weg zur Öffnung.

Differenzierung kann durch die Sozialform und natürlich durch eine Help-Corner, an der bspw. Wörterbücher ausliegen, ermöglicht werden. Ein ritualisierter offener Stundeneinstieg zur Förderung der Lesekompetenz von ungefähr 10 Minuten, unterstützt darüber hinaus auch die Lernerautonomie.

 


Aber nicht nur in den zwei Englischstunden sollte die Lesekompetenz gefördert werden, auch während der Wochenplanarbeit oder in der Freiarbeit sollte es Angebote geben, sodass die Kinder mehr Übungszeit bekommen und jedes Kind in seinem Tempo lernen/lesen kann. Ob man nun gezielt Aufgaben für den Wochenplan auswählt (z. B. ein Lernspiel, ein Arbeitsblatt oder eine Seite im Heft, welche das Lesen trainieren und zur aktuellen Englischstunde passen) oder die Kinder sich selbst eine Aufgabe aus den Englischmaterialien aussuchen und diese in ihren Wochenplan eintragen, obliegt der Lehrkraft. Zum selbstständigen Arbeiten bietet es sich, an die English-Corner im Klassenraum in verschiedene Bereiche zu unterteilen (Speaking, Reading, Writing), sodass die Kinder gezielt aus einem Bereich auswählen können und sich nicht im Angebot verlieren.

Für das Speaking können bspw. Lernspiele bereitliegen, die das dialogische Sprechen fördern, sowie kleine Interview-Cards usw.

Beim Writing liegen dann vielleicht Gap-Filling-Activities mit bekanntem Wortschatz, Abschreibübungen, oder kleine motivierende Schreibanlässe (natürlich mit Tipp-Karten) bereit. Schreiben nach Vorlage soll beachtet werden. Das Abschreiben gehört also auch dazu und schult ferner die Konzentration und Motorik.

Und beim Reading?

Wie wäre es mit kleinen Lesetexten? Real Books (First/Easy Readers)? Lesekarten (Klammerkarten)? Logicals? Rätseltexte? Vielleicht sogar eine Rätselkartei, die die Kinder selbst im Unterricht zuvor verfasst haben?

Aber auch Selbstlernhefte wie das gerade in der Reihe „Meine Indianerhefte“ erschienene Read and draw bieten weitere Möglichkeiten, fürs Lesen zu motivieren und die Lesekompetenz zu schulen, sodass Kinder in Klasse 3–4 kleine Texte sinnentnehmend und -erschließend lesen können. Read and draw ist flexibel im Unterricht einsetzbar und ist an den Standardwortschatz der Lehrwerke angebunden, denn alle Wörter/Sätze verstanden zu haben beschert den Kindern ein enormes Erfolgserlebnis und stärkt das Selbstwertgefühl.

 


Wie ist das neue Indianerheft Englisch aufgebaut?

Wie in einigen anderen Englisch-Indianerheften aus der Reihe führen die beiden Hauptfiguren, David und Hanna, und natürlich der kleine Indianerjunge Anoki durch das Heft. Read and draw ist thematisch an die Standardwortfelder der derzeitigen Lehrwerke angebunden. In regelmäßigen Abständen schließt eine Anoki-Seite das Kapitel ab. Die Indianerseiten sind für die Kinder sehr motivierend und bilden einen (ent-)spannenden Abschluss.

Das Heft beginnt mit David und Hanna, die zur Schule gehen und mit dem Lerner Wörter aus den Wortfeldern school & free time wiederholen. Im Verlauf werden in abwechslungsreichen, jedoch immer wiederkehrenden, Aufgabenformaten verschiedene Wortfelder geübt: Body & food, seasons & senses, my home & my clothes, travel & adventure und fantasy. Immer führen David und Hanna durch die einzelnen Kapitel. Zum Schluss packen sie sogar ihre Koffer und fliegen nach Amerika. Adventure and american animals are sure to guaranteed!

Das Heft endend mit einer Anoki-Doppelseite, aus dem Kapitel Fantasy, auf welcher sich die Kinder etwas wünschen und in das leere Feld hineinmalen sollen.

 
Read and draw, Seite 42/43
Meine Indianerhefte, Read and draw Seite 42/43
 

Read and draw zeichnet sich aus durch:

  • die Möglichkeit des flexiblen Einsatzes im Unterricht,
  • Übungsseiten mit neuen, motivierenden und abwechslungsreichen Aufgabenformaten zur Schulung der Lesekompetenz,
  • Wörter, die im semantischen Kontext gelernt werden,
  • einen inhaltlichen roten Faden, der dem Heft einen Zusammenhang gib und eine unterstützende Funktion hat,
  • die thematische Anbindung an bekannte Wortfelder,
  • eine word list bzw. Übersicht aller Wörter im Anhang, welche Hilfe fürs selbstständige Arbeiten bietet and
  • fun pages with Anoki

Read and number:

Wort-Bild-Zuordnung durch Nummerierung meist als Anfangsseite der Kapitel, um einen leichten Einstieg zu gewährleisten.

Read and draw Seite 3
Meine Indianerhefte, Read and draw Seite 3

Read and draw:

Informationen aus einem kurzen Text entnehmen und durch Zeichnen/Malen auf dem Bild ergänzen. Differenzierung realisiert durch die Unterstreichung des zu zeichnenden Wortes.

Read and draw Seite 4

Meine Indianerhefte, Read and draw Seite 4

Read and draw lines:

Der Kernwortschatz der ersten Hälfte des Kapitels, welches zuvor auf Wort-, und Satzebene geübt wurde, ist nun in einem komplexen Satz eingebettet, den die Kinder durch Verbinden korrekt zusammensetzen müssen.

Read and draw Seite 5

Meine Indianerhefte, Read and draw Seite 5

Read and colour in:

Colours werden in jedem Kapitel indirekt wiederholt, denn bei diesem Aufgabenformat müssen die Kinder die Textinformation (sofa – green) entnehmen und das Bild entsprechend ausmalen.

Read and draw Seite 28

Meine Indianerhefte, Read and draw Seite 28

Read and tick the correct answer:

Bei diesem Aufgabenformat müssen die Kinder die Textinformation mit dem Bild abgleichen und entsprechend yes oder no ankreuzen. Zum Schluss der Seite gibt es immer eine kleine Schreibaufgabe, die natürlich auf ganz unterschiedlichem Niveau beantwortet werden kann.

Read and draw Seite 14

Meine Indianerhefte, Read and draw Seite 14


Read and draw – Einsatz im Unterricht

Der Einsatz von Read and draw im Unterricht ist sehr flexibel zu handhaben. Es kann zur individuellen Förderung/Forderung oder im Klassenverbund eingesetzt werden. Ob ihr mit oder ohne Lehrwerk unterrichtet, ist unerheblich. Es kann ein Lehrwerk ergänzen, da es an die Standardthemen der Lehrwerke bzw. der Lehrpläne anknüpft und somit den Wortschatz festigt, oder es kann ein Trainingsheft sein, welches thematisch die schulinternen Curricula wieder aufgreift.

So oder so werden die Kinder eine hohe Motivation haben, um mit Read and draw zu arbeiten. Und auch zur Leistungsbeobachtung ist es sehr praktikabel.

Probiert das Heft doch einfach einmal aus und kommentiert gerne, was euch gefällt oder was wir vielleicht verbessern können.

Herzlichst

Vanessa Thiel


Read and draw 3/4

Read and draw 3/4

Arbeitsheft Paket (VE 5)
Klasse 3/4
Meine Indianerhefte
14,75 EUR
Zum Produkt

Quellen:

  • Frisch (2013): Lesen im Englischunterricht der Grundschule. Eine Vergleichsstudie zur Wirksamkeit zweier Leselehrverfahren. Tübingen: Narr
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, Frechen: Ritterbach-Verlag
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