Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

A, B oder C – ein spielerischer Einstieg ins Programmieren

Programmierungen im Alltag

Selbstscankasse

Programmierung ist heute in zahlreichen Aspekten unseres Alltags und unserer Umwelt präsent. Zum Teil ist sie so selbstverständlich geworden und uns mitunter gar nicht immer als Programmierung präsent. Vieles ist aus unserem Alltag auch gar nicht mehr wegzudenken. Moderne Haushaltsgeräte wie intelligente Kühlschränke, Waschmaschinen, Saugroboter, Küchenmaschinen und Thermostate sind oft mit Software ausgestattet, die bestimmte Funktionen steuert oder automatisiert. Die Software auf unseren Smartphones und die Apps, die wir täglich verwenden, sind Produkte von Programmierung. Von Social-Media-Apps über Spiele bis hin zu Produktivitäts-Tools – alles basiert auf Programmcodes. Aber auch im Verkehrsbereich finden wir Programmierung, wie zum Beispiel die Steuerung von Ampeln, die Navigationssysteme in Fahrzeugen und sogar die automatische Zugsteuerung in einigen Bahnsystemen.

Weitere Bereiche, die stark von Programmierung geprägt sind, wären u. a. die Unterhaltungselektronikbranche, die Energieversorgung, die Produktion und Fertigung und die Logistik. Die Aufzählung lässt sich noch erweitern, jedoch zeigen diese Beispiele bereits, wie weit verbreitet und vielfältig die Anwendungen von Programmierung in unserer modernen Welt sind. Der Einstieg ins Programmieren bedeutet daher für mich, die Kinder zunächst für die Programmierungen in unserer Umwelt zu sensibilisieren und mit ihnen dazu in den Austausch zu gehen. Bestimmt bringen viele Kinder schon Erfahrungen von zu Hause (Saug- oder Mähroboter) mit oder waren vielleicht sogar schon an den Self-Check-Out-Kassen im Supermarkt. Der Austausch lässt sich jedenfalls über die hier angebotene Fotokartei ideal ermöglichen. Die Bildkarten „Programmierungen im Alltag“ könnt ihr am Ende des Beitrages kostenlos herunterladen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig! Beispielsweise können die Fotos ausgedruckt im Gesprächskreis genutzt werden oder als Impuls mittels digitaler Tafel gezeigt werden.


A, B oder C? Ob ihr wirklich richtig steht?

Eine interaktivere und insbesondere motivierendere Möglichkeit wäre es, die Fotos in einem Spiel einzusetzen. Zum Beispiel mit dem Spiel „A, B oder C?“! Wer kennt das beliebte Kinderquizspiel nicht?

Dafür haben wir eine PowerPoint erstellt, die ihr am Ende des Beitrages ebenfalls kostenlos herunterladen könnt. Die Präsentation besteht aus mehreren Folien, auf denen Alltagsgegenstände oder -situationen zu sehen sind, in denen Programmierung eine Rolle spielt. Durch die Animationen im Präsentationsmodus werden die Folien dann zu einem Quizspiel, das sich prima als Stundeneinstieg oder -abschluss einsetzen lässt.

Die Besonderheit von „A, B oder C“ liegt darin, dass die Kinder nach jeder Frage zwischen drei Antwortmöglichkeiten wählen müssen, die mit den Buchstaben A, B oder C gekennzeichnet sind. Man kann das Spiel im Klassenverbund, also mit allen, oder in kleineren Teams spielen.

Meistens spiele ich es mit allen Kindern, und zwar so, dass die Kinder sich vor den jeweiligen Buchstaben bzw. das jeweilige Wort, also vor dem Screen, platzieren müssen. So habe ich spielerisch noch mehr Bewegung eingebaut, das bekanntlich förderlich fürs Lernen ist. Jedoch erfordert dies ein wenig Platz im Klassenraum. Alternativ können die Kinder auch von ihrem Platz aus spielen und ihre Antwort mit der Anzahl an Fingern zeigen. Nach jeder Entscheidungsfolie kommt anschließend die Auflösung, die i.d.R. mit viel Gejubel der Kinder verbunden ist.

Ich befürworte die erste Variante, die die Kinder deutlich aktiviert, auch wenn Tische und Stühle kurz weg zu schieben sind. Die Bewegung bringt jedenfalls Spaß und Abwechslung in den Unterricht und fördert ein ganzheitliches Lernerlebnis. Das Spiel „A, B oder C“ lässt sich natürlich auch zu allen anderen Themen und Wissensgebieten durchführen. Probiert es einfach aus – vielleicht direkt mit den Programmierungen im Alltag!

Es folgen noch weitere Coding-Beiträge von mir hier auf dem Grundschul-Blog, also schaut bald wieder rein!
Ich wünsche euch eine gelungene Stunde und viel Erfolg mit der weiteren Coding-Einheit,

herzlichst
Vanessa Thiel


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Über die Autorin

Vanessa van Zoest

Berufliche Tätigkeit: Ich bin Grundschullehrerin in Köln und unterrichte an einer bilingualen Grundschule. Neben meinen Lieblingsfächern Deutsch und Englisch liegt mir vor allem das Thema Medienbildung am Herzen. Es begeistert mich, Kinder fit für die digitale Welt zu machen und ihnen Kompetenzen zu vermitteln, die sie nachhaltig stärken. Besonders gerne probiere ich Neues im Unterricht aus, gestalte flexible Lernumgebungen und widme mich gerne der Materialerstellung. Seit einigen Jahren schreibe ich regelmäßig für den Klett Grundschul-Blog und den Zebrafanclub, wo ich meine Erfahrungen und Ideen mit anderen Lehrkräften teile – ein Austausch, der mir sehr viel Freude bereitet. Außerdem bin ich auch auf Instagram (@miss_thiel) aktiv und nehme meine Community dort mit in meinen Lehrerinnenalltag, teile Einblicke in meine Unterrichtspraxis, zeige Materialien und manchmal auch Privates. Was mir privat Spaß macht: reichlich Sonne tanken, Reisen, Lesen, Yoga, Meditieren, Musikhören, auf Flohmärkten stöbern, Tennis spielen und natürlich Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen

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2 Kommentare

  1. Dominik Wolf 16. September 2024 um 18:09 Uhr - Antworten

    Hallo,

    Vielen Dank für dein tolles Material und die ganze Übersicht zu den Kompetenzen. Somit erleichterst du vielen Kollegen/innen den Einstieg in das Thema. Richtig gut :)

    Liebe Grüße
    Dominik

    • Vanessa Thiel 23. November 2024 um 10:50 Uhr - Antworten

      Liebe Dominik, ich danke dir für dein nettes Feedback! Das freut mich sehr. Danke, dass du dir die Zeit dafür genommen hast :-) Herzlichst, Vanessa

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