Plötzlich Digitalisierungsbeauftragte! Und nun?
Die Entwicklung von Medienkompetenz hat bei euch bestimmt auch eine sehr hohe Priorität. Die gute Umsetzung des Medienkompetenzrahmens beschäftigt uns seit vielen Jahren. Bei uns musste die Aufgabe des Digitalisierungsbeauftragten vergeben werden und ich habe mich vorsichtig gemeldet. Ich war neugierig, hatte aber noch keine richtige Idee, was da auf mich zukommt.

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Die sechs Kompetenzbereiche aus dem Medienkompetenzrahmen
Unser Medienzentrum im Kreis Soest bietet für Schulklassen verschiedene Workshops an, unter anderem auch zum Programmieren. Hier durfte ich einmal teilnehmen und fand das sehr interessant. Es war genial, auf welch niederschwellige Art und Weise die Lernenden einen Einblick in die Welt des Programmierens bekommen. Das Medienzentrum bietet zahlreiches Material zur Ausleihe an. Vielleicht bietet auch euer Medienzentrum Veranstaltungen und Ausleihmaterialien zum Programmieren an. Unter dem folgenden Link findet ihr das Medienzentrum in eurer Nähe: Übersicht Medienzentren Deutschland.
Das richtige Tool finden
Bei der letzten Dienstbesprechung der Digitalisierungsbeauftragten wurden uns vom Medienzentrum verschiedene Tools und Materialien vorgestellt. Neben Robotern wie z.B. Ozobot und Beebot zeigten sie uns hierbei auch das Angebot von Lego Education. Dieses Material hat mich besonders fasziniert. Da ich in diesem Schuljahr eine Sachunterrichtsstunde in einer Klasse 4 habe, wusste ich, dass ich diese Boxen ausprobieren muss. Als Kind habe ich selbst schon gerne mit Lego gespielt und auch die Kinder der 4. Klasse waren sofort motiviert und neugierig und hatten Lust, die neuen Möglichkeiten zu entdecken.
So sind wir vorgegangen
Die Boxen sind leicht verständlich aufgebaut. Auf unseren Schultablets war die passende App bereits installiert. Die Lernenden durften sich in Gruppen zu maximal 4 Kindern zusammenfinden, einige wollten aber auch gerne nur zu zweit arbeiten. Mit Hilfe der App erzielen die Kinder leicht Erfolge und werden Schritt für Schritt durch das Projekt geführt. Wir haben uns zuerst mit den Boxen und den Materialien vertraut gemacht, dann durften die Lernenden einfach mal bauen. Erst ging es etwas zögerlich los, schnell entwickelten sich dann aber schon die ersten Bauwerke.

Ein vorhandener Transponder verbindet die Legowerke dann mit dem iPad und durch das Aneinanderreihen von puzzleartigen Programmierbausteinen in der App können die Legobauwerke leuchten, Geräusche von sich geben oder sich drehen. So entsteht auf altersgerechte Art und Weise eine erste kleine Programmierung. Einige Kinder hatten schon Vorerfahrungen und konnten dann als Experten und Expertinnen helfend zur Seite stehen. Wir haben am Ende der Einheit darüber gesprochen, dass die Programmierpuzzleteile in der App einzelne Befehle sind, die in einer bestimmten Reihenfolge ein Ziel verfolgen und man so Dinge programmieren kann. Als nächstes wollen wir Roboter ausprobieren – ich bin schon sehr gespannt!
Mein Fazit
Ich hatte am Anfang wirklich großen Respekt, aber die vorhandenen Materialien machen einfach so Spaß und bieten auch technisch nicht so geschulten Lehrkräften die Möglichkeit es auszuprobieren. Traut euch. Es ist spannend!
Wir sind noch nicht am Ende. Verschiedene Legowerke wollen noch ausprobiert werden und wir wollen auch noch eine Vorstellungsrunde machen. Ich bin in dieser Einheit komplett ohne Arbeitsblätter ausgekommen und habe die Lernenden einfach probieren und bauen lassen. Ihr seid Expertin bzw. Experte für eure Lerngruppe und sucht vielleicht vorher eine theoretische Grundlage? Dafür findet ihr hier auf dem Grundschulblog passende Materialen.
Bevor ich die Boxen wieder abgeben muss, möchte ich es auch noch mit den Kindern unseres dritten Schuljahres probieren. Ich bin gespannt, ob sie auch so eine Freude an der Arbeit haben.

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