Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Fotos erstellen als Unterrichtsinhalt

An verschiedenen Stellen in deutschen Lehrplänen taucht die Kompetenz Fotografieren auf. Wie man das mit der Klasse umsetzen kann und wo der Gewinn für die Schülerinnen und Schüler ist, soll euch der Artikel zeigen.


Die Wahrnehmung schulen

Mit unseren Augen nehmen wir die Welt, die uns umgibt, tagtäglich wahr. Ein Kind entdeckt vielleicht mehr Details, die einem anderen leicht entgangen wären. Die Fähigkeit zur detaillierten Beobachtung kann in vielen Bereichen des Lebens nützlich sein. Und mit Fotografie und dem Auge des Fotografen schult man diese Fähigkeit Schritt für Schritt.

Doch nicht nur die Wahrnehmung wird beim richtigen Umgang mit der Kamera trainiert, auch technisches Können ist gefordert. Schülerinnen und Schüler lernen den Umgang mit der Hardware, ihrer Kamera und darüber hinaus moderner Technologien wie Bildbearbeitungssoftwares kennen, sofern die Schule darüber verfügt. Diese Kompetenzen bereiten die Kinder auf zukünftige technische Herausforderungen vor.


Positionierung und räumliches Denken

Das räumliche Denken und die Kompositionsfähigkeiten der Kinder werden ebenfalls gestärkt. Durch das gezielte Verrücken der Gegenstände, die sie für ihr Bild positionieren und die Veränderung der eigenen Position lernen sie den Ausdruck Blickwinkel ganz plastisch kennen und stellen fest, welch große Wirkung kleine Veränderungen haben können. Das ästhetische Empfinden entwickelt sich parallel zu diesen Kompetenzen.

Piri fotografiert

Präsentation und Feedback

In gemeinsamen Projekten lernen Klassen auch schnell, was es bedeutet, als Team zu agieren, dass der Beruf des Fotografen und der Fotografin oft in Zusammenarbeit besser klappt und dass auch hier die Arbeit mit einer gezielten Anleitung schnell gute Ergebnisse bringt.

Eine anschließende Präsentationsrunde vor der Klasse mit Feedback-Gespräch bringt das Thema nochmal auf eine höhere Ebene und bindet weitere Kompetenzen wie die Präsentationsfähigkeit und die Möglichkeit, Feedback gezielt zu geben und anzunehmen mit ein.

Also nichts wie ran an die Thematik Foto! Und damit der Start damit auch klappt, habe ich euch für die Schüler*innen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die ersten Schritte mit der Kamera angehängt, ganz viel Freude damit.

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Über die Autorin

Julia Priller

Berufliche Tätigkeit: Ich arbeite seit drei Jahren an einer Grundschule in Regensburg und bin Klassenleitung einer vierten Klasse und auch Betreuungslehrkraft einer Referendarin. Schon seit dem Referendariat sind die Bereiche Zuhören im Deutsch- als auch im Englischunterricht zu meinem Steckenpferd geworden. Mit großer Begeisterung bereite ich für meine Klassen Hörspuren in Form von Kriminalfällen oder Eroberungen anderer Welten vor. Durch die große kulturelle Vielfalt an meiner Schule können die Schüler vor allem im Fremdsprachenunterricht immer wieder den Bogen zu ihrer Muttersprache schlagen und sind mit Eifer bei der Sache. Was mir privat Spaß macht: Von Natur aus habe ich eine Menge Energie und kann mich kaum ruhig halten. So besteht mein Tag außer dem Unterricht und der Vorbereitung dessen auch aus den Treffen mit meinen Freunden, regelmäßigen Yoga- und Klavierstunden und viel Zeit auf der Suche nach dem neuen, perfekten Reiseziel, da das Reisen eine sehr große Leidenschaft von mir ist.

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