Grundschul-Blog
Gemeinsam Unterricht gestalten

Netiquette – Regeln für respektvollen Umgang im Netz

Richtiges Verhalten im Internet

Respektvoller Umgang ist keine Sache, die ausschließlich von Angesicht zu Angesicht stattfinden darf. Im Netz wähnen sich viele anonym und verhalten sich entsprechend. Deshalb sollte auch schon den absoluten Internet-Beginnern – den Grundschulkindern – früh vermittelt werden, welche die richtigen Verhaltensweisen im Internet sind. Der Begriff Netiquette, ein Kofferwort aus den Begriffen Net für Netz/Internet und dem französischen Etiquette für Umgangsformen, hat sich in den letzten Jahren dafür herausgebildet. Er umfasst die Regeln für entsprechendes korrektes Verhalten im Internet. Wie das Ganze in ein oder zwei Unterrichtseinheiten mit einer Klasse behandelt werden kann, soll nun beleuchtet werden.


Ziele und Themeneinstieg

Als Ziel der Unterrichtsstunde(n) ist die Sensibilisierung der Kinder für die Folgen unangemessenen Verhaltens sowie die Entwicklung von Fähigkeiten zur sicheren und höflichen Online-Kommunikation vorgesehen. Zudem soll ein Verständnis für die grundlegenden Regeln für respektvolles und sicheres Verhalten im Internet angebahnt werden.

Um ins Thema einzusteigen, kann eine einfache Abfrage dienen, wer das Internet benutzt und was die Schüler und Schülerinnen dort machen. Die Ergebnisse werden an der Tafel als buntes Post-it-Sammelsurium festgehalten oder als Strichliste aufgelistet, da sicherlich viele Doppelungen auftreten.

Regeln für die Onlinekommunikation

Im Anschluss folgen dann der Begriff und seine Bedeutung. Hier bietet es sich an, dass die Kinder bereits in Kleingruppen mögliche sinnvolle Regeln finden und auf einem Plakat oder Notizzetteln festhalten. Anschließend kann im Plenum gesammelt werden, was die Gruppen herausgefunden haben und die fünf oder sechs wichtigsten Regeln auf einem gesonderten Plakat notiert werden. Dieses kann von den Kindern im Heft übernommen und mit Zeichnungen und Skizzen versehen werden, die das Merken der Regeln erleichtern. Das große Plakat wird daraufhin für alle sichtbar im Klassenzimmer platziert.


Auf dem Thema aufbauen

In einer weiteren Stunde können die Schüler und Schülerinnen beispielsweise in Kleingruppen Rollenspiele zu verschiedenen Szenarien durchführen. Dabei können verschiedene Situationen geübt werden. Ideen hierfür:

  • Wie verhältst du dich, wenn du eine unfreundliche Nachricht erhältst?
  • Jemand teilt im Chat private Bilder, wie reagierst du?
  • Ein Freund hat ein Bild von dir ins Internet gestellt, ohne dich um Erlaubnis gebeten zu haben. Wie reagierst du darauf? Was bedeutet das für dich?
  • Du erhältst eine Nachricht, die nur in Großbuchstaben verfasst ist. Wie fühlst du dich dabei? Wie könnte man es besser machen?
  • Warum sind Rechtschreibung und Grammatik auch im Internet wichtig? Witziges Beispiel dazu: Du schreibst eine Nachricht mit dem Text „Und ich sagte laut: Wir essen jetzt Opa.“ Was denkt dein Gegenüber?

Dies dient auch nochmal der Reflexion über die neu erlernten Regeln und soll diese besser verständlich machen und einprägen. Als Hausaufgabe können die Kinder nochmal schriftlich begründen, was ihre persönliche wichtigste Regel ist und das Ergebnis den Eltern oder Geschwistern zusätzlich vortragen.


Material für den Unterricht

Ein Netiquette-Poster mit verschiedenen Regeln zum Auswählen oder zur weiteren Verwendung im Unterricht gibt es direkt im Anschluss als Download. Ich freue mich, wenn es einen tollen Platz in eurem Klassenzimmer findet oder als Material genutzt werden kann.

Alles Liebe
Julia Priller

Netiquette-Poster
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Über die Autorin

Julia Priller

Berufliche Tätigkeit: Ich arbeite seit drei Jahren an einer Grundschule in Regensburg und bin Klassenleitung einer vierten Klasse und auch Betreuungslehrkraft einer Referendarin. Schon seit dem Referendariat sind die Bereiche Zuhören im Deutsch- als auch im Englischunterricht zu meinem Steckenpferd geworden. Mit großer Begeisterung bereite ich für meine Klassen Hörspuren in Form von Kriminalfällen oder Eroberungen anderer Welten vor. Durch die große kulturelle Vielfalt an meiner Schule können die Schüler vor allem im Fremdsprachenunterricht immer wieder den Bogen zu ihrer Muttersprache schlagen und sind mit Eifer bei der Sache. Was mir privat Spaß macht: Von Natur aus habe ich eine Menge Energie und kann mich kaum ruhig halten. So besteht mein Tag außer dem Unterricht und der Vorbereitung dessen auch aus den Treffen mit meinen Freunden, regelmäßigen Yoga- und Klavierstunden und viel Zeit auf der Suche nach dem neuen, perfekten Reiseziel, da das Reisen eine sehr große Leidenschaft von mir ist.

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